Thursday, September 03, 2009
Monday, August 31, 2009
Monday, August 17, 2009
Chua La, Leaf Pagoda
Thursday, August 13, 2009
Auf dem Weg zu Vietnams schwimmenden Maerkten
Nach ein paar faulen Strandtagen an der Suedkueste, ueberkam mich die Lust nach neuen Komplikationen, mir fehlten die unendlichen Hindernisse, Nervigkeiten und Probleme, die normalerweise das Reisen mit sich bringen und entschied mich, einen kleinen, kaum benutzten Grenzuebergang fuer die Einreise nach Vietnam zu waehlen, wo oeffentliche Verkehrsmittel rar, Reisebusse unauffindbar sind. Und ich bekam, was ich suchte.
Um zum Grenzuebergang zu kommen, musste ich ueber drei Staedte fahren, da es keine Sammeltaxis gab, die direkt zur Grenze fuhren. Nachdem ich also ein Taxi in die richtige Richtung gefunden hatte, galt es zu warten, bis dieses voll wurde. sehr voll. zu siebend ging es im kleinem Toyota nach Kampot, dort fand ich schnell einen Minibus der mich weiterbringen sollte. Ein anderer Mofafahrer, der noch auf mich eingedraengt hatte, mit ihm zu fahren, rief mir nur noch beim einsteigen ein "good luck" hinterher. Etwas spaeter, wurde mir klar, was er damit meinte.
Dass in Asien Busse, Minibusse und taxis, niemals halbvoll, auch nicht voll, sondern nur brechend voll sich auf dem Weg machen, ist allgemein bekannt. Aber was dieser Busfahrer veranstaltete, ueberstieg jede Grenze der Gedult. Da auch nach einer halben Stunde Warten der Bus am Bahnhof immer noch nicht komplett voll war, entschied sich der Fahrer fuer die seiner Meinung nach einzig plausible Loesung: Dauerhupend durch die komplette Stadt zu fahren und jeden Passanten einzelnd anzubruellen, ob er nicht bei ihm in seinem schoenen, auseinanderfallen zu drohenden Uraltbus mitfahren wolle. Jedes mal, wenn alle Strassen abgefahren waren, hielt er an, stieg aus, und machte irgendwelche Besorgungen, schwatzte mit Freunden und ass unreife Bananen, nur um dann irgendwann wieder einzusteigen und alle Strassen von vorne abzufahren - hupend natuerlich, und die selben Leute fragend, ob sie nicht doch mitkommen wollen; vielleicht haben sie sich ja umentschieden... Einmal, etwa nach einer Stunde und noch immer im selben Oertchen, hielt es eine Mutter nicht mehr laenger aus, nahm ihre vier Kinder und stieg aus den Bus, um anderenwegs und sicherlich schneller ans Ziel zu kommen. Der Fahrer, ihr noch hinterbruellend, konnte sie auch nicht mehr stoppen.
Irgendwann, spaet nach Mittag, war der Bus voll, wir fuhren los, allerdings nicht Richtung Ortsausgang, nein, auf den Markt. Der Busfahrer hatte eine Ladung Holzpfeiler bestellt, die in der hintersten Ecke in einem voll mit Teufelsrochen und anderem Fisch beladenen Laster verborgen waren, und die provisorisch aufs Dach verstaut wurden, nachdem endlich der Laster voll ausgeladen war. Drei Stunden spaeter, noch einmal fuhr der froehliche und stehts grinsende Busfahrer durch die Strassen, einer passt irgendwie immer noch rein, dann ging es endlich los.
Bloederweise nur nicht zu dem Ort, wo ich hinwollte. Der freundliche Busfahrer hatte mich angelogen, um mich in seinen Bus reinquetschen zu koennen, nur um mich dann auf halber Strecke auszustzen, in irgendeinem Kaff, um dann davon zu duesen. Eine etwa 10-jaehrige Obstverkauferin - der einzige Dorfbewohner mit Englischkenntnissen - beendete die Unruhen, die sich in kuerzester Zeit gebildet hatten und schaffte Verstaendnis zwischen mir und dem Rest des Dorfes, das sich kurzerhand um mich draengte, von mehreren Mofafahrern am Arm gepackt, mich auf ihr Mopet zerrend, um mit ihnen zu fahren, obwohl doch niemand verstand, wo ich ueberhaupt hinwollte.
Alle Unverstaendlichkeiten endlich geloest, sass ich kurz daurauf auf einem Mofa endlich wieder in die Richtung sausend, in die ich wollte, um erst kuehle, erfrischende Winde und wenig spaeter die geballte Kraft eines vollwertigen Monsumregens spueren zu duerfen, der jedes mal, wenn man meint, es koenne nicht mehr staerker werden, seine herunterfallenden Wassermassen zu verdoppeln verstand.
Ein paar aehnliche Fahrten spaeter, kurz vor Sonnenuntergang, stieg ich endlich mit klapprigen Beinen, die Hosentaschen und Schuhe zu Seen verwandelt, vom Mofa. Die Grenze war erreicht, die faulen Beachtage wieder gutgemacht und ein vor Leben pulsierendes Mekong Delta, mit schwimmenden Maerkten, Mangroveninseln und dauergrinsenden, ueberfreundlichen Menschen hies mich willkommen.
Xin chào, Vietnam.




















Um zum Grenzuebergang zu kommen, musste ich ueber drei Staedte fahren, da es keine Sammeltaxis gab, die direkt zur Grenze fuhren. Nachdem ich also ein Taxi in die richtige Richtung gefunden hatte, galt es zu warten, bis dieses voll wurde. sehr voll. zu siebend ging es im kleinem Toyota nach Kampot, dort fand ich schnell einen Minibus der mich weiterbringen sollte. Ein anderer Mofafahrer, der noch auf mich eingedraengt hatte, mit ihm zu fahren, rief mir nur noch beim einsteigen ein "good luck" hinterher. Etwas spaeter, wurde mir klar, was er damit meinte.
Dass in Asien Busse, Minibusse und taxis, niemals halbvoll, auch nicht voll, sondern nur brechend voll sich auf dem Weg machen, ist allgemein bekannt. Aber was dieser Busfahrer veranstaltete, ueberstieg jede Grenze der Gedult. Da auch nach einer halben Stunde Warten der Bus am Bahnhof immer noch nicht komplett voll war, entschied sich der Fahrer fuer die seiner Meinung nach einzig plausible Loesung: Dauerhupend durch die komplette Stadt zu fahren und jeden Passanten einzelnd anzubruellen, ob er nicht bei ihm in seinem schoenen, auseinanderfallen zu drohenden Uraltbus mitfahren wolle. Jedes mal, wenn alle Strassen abgefahren waren, hielt er an, stieg aus, und machte irgendwelche Besorgungen, schwatzte mit Freunden und ass unreife Bananen, nur um dann irgendwann wieder einzusteigen und alle Strassen von vorne abzufahren - hupend natuerlich, und die selben Leute fragend, ob sie nicht doch mitkommen wollen; vielleicht haben sie sich ja umentschieden... Einmal, etwa nach einer Stunde und noch immer im selben Oertchen, hielt es eine Mutter nicht mehr laenger aus, nahm ihre vier Kinder und stieg aus den Bus, um anderenwegs und sicherlich schneller ans Ziel zu kommen. Der Fahrer, ihr noch hinterbruellend, konnte sie auch nicht mehr stoppen.
Irgendwann, spaet nach Mittag, war der Bus voll, wir fuhren los, allerdings nicht Richtung Ortsausgang, nein, auf den Markt. Der Busfahrer hatte eine Ladung Holzpfeiler bestellt, die in der hintersten Ecke in einem voll mit Teufelsrochen und anderem Fisch beladenen Laster verborgen waren, und die provisorisch aufs Dach verstaut wurden, nachdem endlich der Laster voll ausgeladen war. Drei Stunden spaeter, noch einmal fuhr der froehliche und stehts grinsende Busfahrer durch die Strassen, einer passt irgendwie immer noch rein, dann ging es endlich los.
Bloederweise nur nicht zu dem Ort, wo ich hinwollte. Der freundliche Busfahrer hatte mich angelogen, um mich in seinen Bus reinquetschen zu koennen, nur um mich dann auf halber Strecke auszustzen, in irgendeinem Kaff, um dann davon zu duesen. Eine etwa 10-jaehrige Obstverkauferin - der einzige Dorfbewohner mit Englischkenntnissen - beendete die Unruhen, die sich in kuerzester Zeit gebildet hatten und schaffte Verstaendnis zwischen mir und dem Rest des Dorfes, das sich kurzerhand um mich draengte, von mehreren Mofafahrern am Arm gepackt, mich auf ihr Mopet zerrend, um mit ihnen zu fahren, obwohl doch niemand verstand, wo ich ueberhaupt hinwollte.
Alle Unverstaendlichkeiten endlich geloest, sass ich kurz daurauf auf einem Mofa endlich wieder in die Richtung sausend, in die ich wollte, um erst kuehle, erfrischende Winde und wenig spaeter die geballte Kraft eines vollwertigen Monsumregens spueren zu duerfen, der jedes mal, wenn man meint, es koenne nicht mehr staerker werden, seine herunterfallenden Wassermassen zu verdoppeln verstand.
Ein paar aehnliche Fahrten spaeter, kurz vor Sonnenuntergang, stieg ich endlich mit klapprigen Beinen, die Hosentaschen und Schuhe zu Seen verwandelt, vom Mofa. Die Grenze war erreicht, die faulen Beachtage wieder gutgemacht und ein vor Leben pulsierendes Mekong Delta, mit schwimmenden Maerkten, Mangroveninseln und dauergrinsenden, ueberfreundlichen Menschen hies mich willkommen.
Xin chào, Vietnam.




















Tuesday, August 04, 2009
Siem Reap, Kambodscha
Die Grenze ueberschritt ich mit meinen letzten resten, die mir an Geld noch geblieben waren. Wegen korrupten Grenzbeamten, die einem fuer jeden Stempel ein paar extra Dollar abzuziehen und sich in die Hosentaschen zu stopfen wussten, war meine Fahrt nach Siem Riep nur auf Pump vom Busfahrer moeglich. Und an Stempeln schien es an diesem Grenzuebergang nicht zu mangeln.
Per Pedalkraft ging es dann die naechsten drei tage durch die endlos scheinenden Urwaelder des Angkor Koenigreichs, wo sich hinter jedem umrangten Baum eine Tempelruine zu verstecken scheint und die Anzahl an Ueberresten von Relikten und Artefakten so gross ist, dass museumsreife Hyroglyphensteine zu plumpen Sitzbanken umfunktioniert werden.













Per Pedalkraft ging es dann die naechsten drei tage durch die endlos scheinenden Urwaelder des Angkor Koenigreichs, wo sich hinter jedem umrangten Baum eine Tempelruine zu verstecken scheint und die Anzahl an Ueberresten von Relikten und Artefakten so gross ist, dass museumsreife Hyroglyphensteine zu plumpen Sitzbanken umfunktioniert werden.













Friday, July 31, 2009
Der Sueden von Laos und die 4000 Inseln
Die Strasse entlang des Mekongs brachte mich in den Sueden von Laos. An der Grenze zu Kambodscha breitete sich der Flusslauf Trichterfoermig aus und in dem dadurch entstandenem Becken tummelte sich eine Insellandschaft, umstroemt vom Netz des aufgespaltenen Mekongs. Auf Si Phan Don, den 4000 Inseln findet die bodenlose Unbeschwertheit der Laoten seinen kroenenden Abschluss. Was braucht man auch mehr? Eine gute Mischung von Palmen und Huetten bieten unverzichtbaren Schatten, Kokosnuesse und andere Fruechte tuermen sich an den Straenden, vor denen Suesswasserdelphine umherplantschen. Dicke, glueckliche Schweine und Gefieder sonnt sich auf den Reisplantagen in voller Erwartung endlich verspeisst zu werden, in jedem Restaurant steht Gras auf der Speisekarte und wenn man mal lauffaul wird, kann man auch die besonders unter der juengeren Bevoelkerung stets beliebte Elefanteneisenbahn zu Hilfe rufen.
Im Wohlfuehltaumel zwang mich letztlich ein Umstand dann doch dazu, wieder an Land und somit Richtung Grenzpunkt von Kambodscha weiterzuziehen. Paradise scheinen keine Bankautomaten zu besitzen. Den letzten lies ich knapp 150km noerdlich unbeachtet hinter mir, an Zurueckfahren war nicht zu denken, in Laobusmanier waere bei solchen Distanzen mit einem 2-Tagestrip zu rechnen gewesen. Frueher als gewollt, nahm ich nach einigen Tagen dann also die Faere an die Grenze, wo ich mit meinen letzten Geldresten ein Visum fuer Kambodscha zu erkaufen erhoffte..












Im Wohlfuehltaumel zwang mich letztlich ein Umstand dann doch dazu, wieder an Land und somit Richtung Grenzpunkt von Kambodscha weiterzuziehen. Paradise scheinen keine Bankautomaten zu besitzen. Den letzten lies ich knapp 150km noerdlich unbeachtet hinter mir, an Zurueckfahren war nicht zu denken, in Laobusmanier waere bei solchen Distanzen mit einem 2-Tagestrip zu rechnen gewesen. Frueher als gewollt, nahm ich nach einigen Tagen dann also die Faere an die Grenze, wo ich mit meinen letzten Geldresten ein Visum fuer Kambodscha zu erkaufen erhoffte..












Sunday, July 26, 2009
Luang Probang und der Norden Laos
An Zeiten in Nepal erinnert, kurvten wir im klapprigem Local Bus die Berge hoch richtung Norden. Trotz Regen und Erdrutschen entweichtend nur knapp dem freundlichen 200 meter Abhang entkommend, erreichten wir angenehme 11 Stunden spaeter die alte Khmer-Koenigstadt Luang Probang.
Auf einem Nebenarm des Mekong Flusses ging es weiter Richtung chinesische Grenze, bis das Boot, auf Grund von aufgesammelten Huehnern und anderem Balast sich immer tiefer in das goldgelbene Wasser tauchend, an dem kleinem Hafen von Nong Khiaw anlegte. Einige Tage spaeter befand ich mich schon wieder in Richtung Sueden. China muss warten.
















Auf einem Nebenarm des Mekong Flusses ging es weiter Richtung chinesische Grenze, bis das Boot, auf Grund von aufgesammelten Huehnern und anderem Balast sich immer tiefer in das goldgelbene Wasser tauchend, an dem kleinem Hafen von Nong Khiaw anlegte. Einige Tage spaeter befand ich mich schon wieder in Richtung Sueden. China muss warten.
















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